+++ Wirtschaftsticker +++
Ikea-Gründer ist reichster Europäer
Studie: Vertrauen in den Euro gering +++ Tokio macht Boden gut
TOPMELDUNG: Ikea-Gründer ist reichster Europäer: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist nach Angaben des Schweizer Magazins „Bilan“ der reichste Mensch Europas. Nach den Berechnungen der Wochenzeitung kommt der in der Nähe von Lausanne lebende 86-jährige Schwede auf ein Vermögen von 37,5 Milliarden Dollar (knapp 30,1 Milliarden Euro) – mitberechnet wurde dabei der Wert seiner Stiftung, die einen Großteil des Ikea-Vermögens verwaltet.
Auf Platz zwei der hundert Reichsten Europas steht der Gründer der spanischen Modekette Zara, Amancio Ortega Gano, auf Rang drei die deutsch-niederländische Dynastie Brenninkmeijer (C&A). Mit einem Vermögen von immerhin noch 20,8 Milliarden Dollar landet die reichste Frau Europas, die 89-jährige L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt, auf dem sechsten Platz.
Die meisten Superreichen – insgesamt 28 von 100 – sind laut „Bilan“ deutscher Nationalität, gefolgt von den Russen mit 26. Den dritten Platz teilen sich Schweizer und Franzosen mit jeweils neun Superreichen. Rund ein Drittel lebt in der Schweiz, darunter zahlreiche Ausländer, die von den günstigen steuerlichen Bedingungen profitieren.
Dax erholt sich: Der Dax hat sich zum Handelsstart weiter nach oben gearbeitet. Anleger hofften laut Börsianern auf eine rasche Lösung für die spanische Bankenkrise sowie auf weitere Konjunkturhilfen der US-Notenbank Fed. Der Leitindex legte in den ersten Minuten um 0,3 Prozent auf 6111 Zähler zu. Am Mittwoch hatte der Dax bereits 2,1 Prozent fester bei 6093 Zählern geschlossen, nachdem er zuletzt deutlich auf Talfahrt gegangen war. An den vorangegangenen fünf Handelstagen hatte er knapp sieben Prozent eingebüßt.
Ölpreis gestiegen: Die Ölpreise sind nach deutlichen Vortagesverlusten gestiegen. Ein Grund dafür war wohl auch die Hoffnung auf weitere Notenbankmaßnahmen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Auslieferung kostete im asiatischen Handel 100,83 US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) kletterte um 37 Cent auf 85,39 Dollar.
Euro schlägt sich wacker: Der Kurs des Euro hat im frühen Handel seine deutlichen Vortagesgewinne verteidigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2570 US-Dollar gehandelt. Am Mittwoch war der Euro um rund einen Cent gestiegen. Ein Dollar war 0,7956 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2485 (Dienstag: 1,2429) Dollar festgesetzt.
Apple greift Samsung an: Apple eskaliert den Patentkrieg gegen Samsung mit einem Angriff auf das neue Spitzen-Smartphone der Südkoreaner, das Modell Galaxy S3. Kurz vor der geplanten US-Markteinführung beantragte Apple eine Einstweilige Verfügung gegen das Samsung-Gerät in Kalifornien. Der iPhone-Konzern will das S3 in ein anderes Verfahren anfügen, in dem es um das Vorgängermodell Galaxy Nexus geht. Samsung wehrt sich dagegen.
Vertrauen in Euro gering: Die Schuldenkrise in Europa verunsichert die Deutschen weiter. Viele Menschen haben Angst vor Inflation und steigenden Kosten - und auch das Vertrauen in den Euro bleibt auf einem ziemlich niedrigen Niveau. Vor allem junge Menschen misstrauen der europäischen Währung, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Allianz Bank ergab. Zwar wächst das Vertrauen in die Stabilität des Euro insgesamt im Vergleich zur letzten Umfrage im Dezember leicht um 2 Punkte auf 32 Prozent, doch nach wie vor hat somit nicht mal ein Drittel ungetrübtes Zutrauen in den Euro.
Tokios Börse macht Boden gut: Die Börse in Tokio hat am Donnerstagvormittag weiter Boden gut gemacht. Beflügelt wurde der Markt laut Händlern von der Hoffnung unter Investoren, dass es in Europa und den USA zu Zinssenkungen kommen wird. Nach positiven Vorgaben der Wall Street notierte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zur Handelsmitte einen Aufschlag von 107,78 Punkten oder 1,26 Prozent beim Zwischenstand von 8641,31 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich bis dahin um 10,20 Punkte oder 1,42 Prozent auf den Zwischenstand von 728,76 Zählern.
LinkedIn-Passwörter geklaut: Hacker haben bei einem Angriff auf das Internet-Karrierenetzwerk LinkedIn Passwörter von Nutzern gestohlen. LinkedIn-Chef Vicente Silveira bestätigte in seinem Blog, „einige” Passwörter seien geklaut worden, nachdem Medien von einem Diebstahl der Passwörter von 6,4 Millionen Benutzerkonten berichtet hatten, die in einem russischen Hacker-Forum aufgetaucht seien.
Schlamperei bei JP Morgan: Die US-Großbank JPMorgan hatte nach Einschätzung der US-Bankenregulierungsbehörde OCC Mängel bei den Kontrollmechanismen, um die Milliardenverluste in ihrer Investmentabteilung zu verhindern. Das Problem war „unzureichendes Risikomanagement”, sagte der OCC-Chef, Thomas Curry, vor einem Ausschuss des US-Senats. Die Behörde werde auch kritisch überprüfen, warum dieses Risiko nicht schon früher aufgefallen sei, fügte Curry nach entsprechenden Fragen von Abgeordneten hinzu.