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Autor Tópico: Schlecker-Kinder geben Angestellten Schuld an Pleite  (Lida 333 vezes)

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Offline RoterTeufel

 
Jammer-Brief veröffentlicht
Schlecker-Kinder geben Angestellten Schuld an Pleite


Rund 25 000 Schlecker-Angestellte stehen ab Ende nächster Woche auf der Straße. Viele von ihnen haben nach der Schließung der letzten Filialen der insolventen Drogeriemarkt-Kette kaum eine Perspektive auf einen neuen Job. Dass nun ausgerechnet die für die Pleite maßgeblich verantwortliche Eigner-Familie in aller Öffentlichkeit ihren Schmerz ausbreitet, dürfte vielen Angestellten ganz übel aufstoßen...

Lars und Meike Schlecker, Kinder von Firmen-Gründer Anton, gaben heute eine schriftliche Erklärung ab. Tenor: Der Lebensinhalt der Familie sei zerstört und die Mitarbeiter schuld an der Pleite.

„Die Firma war für uns alle Lebensinhalt – und da ist jetzt erst einmal ein großes Nichts”, ließen sie verbreiten.

Für ihre Mutter und ihren Vater sei ihr Lebenswerk komplett zusammengebrochen.

„Aber auch wir Kinder liegen oft wach und grübeln”, schreiben sie weiter.

Mit der Erklärung wehren sie sich auch gegen Berichte, wonach sie noch über ein hohes Millionenvermögen verfügen.

Sie wollten richtigstellen, „dass wir in den vergangenen Jahren und durch die Insolvenz ebenfalls das Allermeiste verloren haben und die kursierenden Angaben merklich über der Wirklichkeit liegen”, heißt es in dem Schreiben.

Dennoch bleibe der Familie genug Geld, um sich gegenseitig zu stützen – laut „Handelsblatt etwa 35 bis 40 Millionen allein für beide Kinder.

„Unsere Mutter hat mit unserem Vater Gütertrennung vereinbart und auch wir ... verfügen über ein eigenes Vermögen”, heißt es weiter.

Ihr Vater habe vom Sportwagen bis zur Uhr alles abgeben müssen.

Offiziell bleiben Anton Schlecker nach der Insolvenz pfändungsfreie 1028,98 Euro im Monat zum Leben.

ABER: „Wir unterstützen ihn mit unseren eigenen Mitteln, die wir rechtmäßig besitzen, denn Sippenhaft gibt es im deutschen Recht nicht.”

Sowohl Lars als auch Meike Schlecker hätten jeweils rund 49 Millionen Euro als private Einlagen in die Firma des Vaters einfließen lassen.

Über ihre Dienstleistungsgesellschaft LDG, die als zentralen Kunden Schlecker hatte, hätten sie die Drogeriemarkt-Kette mit rund 64 Millionen Euro unterstützt. Auch dieses Geld werden sie wohl nicht wiedersehen. Inzwischen hat auch die Dienstleistungsgesellschaft selbst Insolvenz angemeldet.

Noch tiefer wollten sie ihr Vermögen aber nicht offenlegen, da dies ihre Privatsache sei.

„Wir wollen nicht jammern”, versicherten die Geschwister. MITARBEITER SIND SCHULD

In dem Schreiben bedankten sich die Schlecker-Kinder zwar bei den Mitarbeitern für ihr Engagement, weiter unten kommt es aber ganz dick:

Schlecker habe über viele Jahre einer großen Zahl von Menschen sichere Arbeitsplätze, im Vergleich mit dem Wettbewerb überdurchschnittlich viele Vollzeitstellen, seit 2010 die weitreichendsten Tarifverträge der Branche und damit ein gutes Auskommen geboten. „Das ist uns zuletzt nicht mehr gelungen und das tut uns am meisten leid”, schreiben sie.

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz habe einen guten Job gemacht.

„Aus unserer Sicht hat der Insolvenzverwalter sehr engagiert gekämpft.” Die Verhandlungen mit „den hoch und ernsthaft interessierten Investoren” seien schließlich gescheitert „wegen der nicht vorhandenen Möglichkeit, die Personalkosten signifikant zu senken und dann am nicht Zustandekommen der Transfergesellschaft”.

Hintergrund: Geiwitz hatte einen zeitweisen Lohnverzicht von 15 Prozent von den Beschäftigten gefordert, die Gewerkschaft Ver.di bot dagegen 10,5 Prozent an.

Übrigens: Sechs Tage vor der Insolvenz verkaufte Anton Schlecker seinen Kindern Lars und Meike in Österreich drei Immobilien.

Angeblich zu einem sehr günstigen Preis. Darunter das 25?000 Quadratmeter große Zentrallager, für das die Kinder 2,5 Millionen Euro zahlten – und es mit dem Kauf vor der Insolvenzmasse retteten.
 

 



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