Bierbetrüger zocken sieben Millionen Euro ab
Kleiner Grasbrook – Die Geschäfte des kleinen Logistik-Betriebes am Reiherdamm liefen wohl schlecht!
Da schlug der Hauptangeklagte Vitali L. (54, in Haft) dem Disponenten Alexander R. (37) vor: "Mit Bier lässt sich gutes Geld verdienen."
Besonders, wenn man europäische Steuerregelungen umgeht: In Frankreich ist die Biersteuer 3,75-fach, in England sogar 14 mal höher als in Deutschland.
Daher sollen die drei Angeklagten 19 Millionen Liter Bier am französischen Fiskus vorbei geschleust haben. Schaden: etwa sieben Millionen Euro!
Und das ging so: Die Hintermänner in Frankreich und England nutzten die kleine Filiale im Kleinen Grasbrook, um vorzutäuschen, dass das Bier in Deutschland zum niedrigen Steuersatz verkauft wurde.
R. ist geständig: "Die haben das Bier auf Schwarzmärkten in Frankreich und England verkauft. Und wir haben hier die Lkw zum Schein abgewickelt. Pro Wagen haben wir 600 Euro erhalten."
Der gelernte Kaufmann: "Ich habe netto 1500 Euro verdient, 1000 Euro gab es extra."
Prozess geht weiter.
Bild Zeitung