Schon wieder Chemiewaffen-Angriff in Ost-Ghouta
Schon wieder Giftgas in Syrien!
Im Kampf um die syrische Rebellenhochburg Ost-Ghuta sind nach Angaben von Aktivisten erneut Chemiewaffen zum Einsatz gekommen.
► Dabei soll mindestens ein Kind ums Leben gekommen sein. Es war gerade einmal drei Jahre alt!
► 18 weitere Menschen hätten nach dem Angriff am Sonntag über Atemprobleme geklagt, eine Frau schwebe in Lebensgefahr, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
Ein Arzt, der die Opfer behandelt hatte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er vermute einen Chemiewaffeneinsatz, vermutlich handele es sich um Chlorgas. Es sei zu einer „enormen Explosion“ gekommen.
Haut und Kleider der meisten Patienten rochen nach seinen Angaben nach Chlor, die Opfer hätten Atemnot sowie Haut- und Augenreizungen.
Die syrische Regierung hatte im September 2013 nach einem verheerenden Giftgasangriff in Ost-Ghuta unter internationalem Druck zugesagt, sämtliche Chemiewaffen außer Landes zu bringen und zu vernichten.
Doch auch nach der Beseitigung aller bekannten Giftgasvorräte gibt es immer wieder Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen.
In den vergangenen Wochen gab es mehrfach Vorwürfe, dass in der belagerten Rebellenhochburg Ost-Ghuta Chlorgas eingesetzt worden sei. Versuche, die Assad-Regierung für den Einsatz von Chemiewaffen im UN-Sicherheitsrat zu verurteilen, scheiterten bislang immer am Veto Russlands.
UN-Sicherheitsrat für Waffenruhe
Die Berichte über den grausamen Einsatz von Chemiewaffen kommt gerade einmal zwei Tage nachdem der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine mindestens 30 Tage andauernde Feuerpause für das Bürgerkriegsland Syrien gefordert hat.
► Nach anfänglichem Widerstand Russlands stimmten die 15 Mitgliedsländer am Samstag in New York geschlossen dafür.
Die Konfliktparteien in dem Bürgerkriegsland sollten aus humanitären Gründen „die Feindseligkeiten ohne Verzögerung für mindestens 30 aufeinander folgende Tage“ einstellen, heißt es in der Resolution, die das Gremium verabschiedete.
Sport Bild