Ermittlungen gegen rechtsnationalen Clan
Dillenburg – Vier Männer aus dem Lahn-Dill-Kreis sollen eine rechtsnationale Gruppe mit rund 100 Anhängern gegründet haben. Die Abteilung für Staatsschutz der Frankfurter Staatsanwaltschaft und eine Arbeitsgruppe der Regionalen Kriminalinspektion Lahn-Dill waren schon seit mehreren Monaten hinter ihnen her.
Laut Nadja Niesen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, haben die Männer (40, 31, 29 und 27 Jahre) bundesweite Kontakte zur rechtsextremen und Rockerszene.
Mindestens einer soll ein sogenannter „Reichsbürger“ sein. Die Gruppe sei hierarchisch organisiert, Mitglieder tragen uniformähnliche Kleidung.
Am Dienstagmorgen wurden die Wohnungen der vier, bereits polizeibekannten Hauptverdächtigen durchsucht. Die Beamten stellten Handys, Luft- und Schreckschusswaffen, Munition, Messer, ein Schwert, mehrere Datenträger, Notebooks und geringe Mengen Drogen sicher. Zwei Schusswaffen werden noch untersucht.
Die Männer wurden vorläufig festgenommen, sind aber wieder auf freiem Fuß. Ermittelt wird wegen Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz, das Betäubungsmittelgesetz und der Bildung einer kriminellen Vereinigung. „Derzeit gehen die Ermittlungsbehörden nicht davon aus, dass die Gruppe Straftaten gegen Ausländer plante“, teilte die Polizei mit.
Bild Zeitung