MAD stufte 200 Soldaten als rechtsextrem ein
Berlin – Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat seit 2008 rund 200 Bundeswehrsoldaten als rechtsextrem eingestuft.
Das bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Die Zahlen seien seit dem Ende der Wehrpflicht im Jahr 2011 deutlich niedriger als zuvor. Seitdem gebe es im Jahr durchschnittlich acht Extremismusfälle in der Truppe, davon vier aus dem Bereich Rechtsextremismus.
Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ über die Zahlen berichtet. Die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic forderte eine regelmäßige Information des Bundestags “über extremistische Bestrebungen in der Bundeswehr“, insbesondere über „Personen, Strategien, Netzwerke“. „Wir brauchen ein umfassendes regelmäßiges Lagebild über extremistische Gefahren im Kontext Bundeswehr.“