Irrer mit Schlachtermesser in Hamburg
Polizei stoppt Messer-Mann im Hauptbahnhof
Hamburg – Dieses Ding ist nichts für filigrane Arbeiten. 43 Zentimeter Gesamtlänge, davon 30 cm Klinge. Köche zerteilen damit große Fleischstücke oder hacken Knochen klein.
Und mit so einem Monster-Messer rannte einer nachts durch den Hauptbahnhof!
Es ist 2.25 Uhr, als André J. (36) an Gleis 1 auf Ohmed E. (21) trifft, der auf die U2 Richtung Mümmelmannsberg wartet. „Was guckst du?“, fragt J. ihn. Dann zieht er die Küchen-Machete aus dem Rucksack. „Lass mal stecken, das können wir auch anders regeln“, kontert der Jüngere.
Als André J. keinen Frieden gibt, nimmt Ohmed E. Reißaus. Der Messermann rennt hinterher, verletzt sein Opfer glücklicherweise nur am Daumen. Dann überwältigt ein Zeuge den Irren und entreißt ihm die Waffe.
Zeugen wählen den Notruf der Polizei. Elf Streifenwagen rasen zum Hauptbahnhof, Beamte nehmen André J. fest. Er behauptet, selbst Angriffs-Opfer zu sein. In seinem Rucksack, in Handtücher eingewickelt, finden die Polizisten zwei weitere große Küchen- und ein Taschenmesser.