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..:: Deficiente-Forum - Internacional ::.. => Deutsch => Noticias Internacionais => Nachrichten => Tópico iniciado por: RoterTeufel em 11/06/2012, 18:38
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+++ Wirtschaftsticker +++
Italiens Wirtschaft kippt
Staatsanwaltschaft prüft Schlecker-Pleite +++ Märkte optimistisch nach Spanien-Hilfen +++ Bahn weitet Email-Alarm bei Verspätungen aus +++ Euro steigt
TOPMELDUNG – Italiens Wirtschaft bricht ein: Nach der Ankündigung der spanischen Bankenrettung wächst die Sorge, dass Italien als nächstes Land der Eurozone um Finanzhilfe ansuchen könnte. Das Statistikamt des Landes (ISTAT) bestätigte am Montag, dass die Wirtschaft Italiens in den ersten drei Monaten des Jahres um 0,8 Prozent schrumpfte.
Der Wirtschaftsrückgang ist der drastischste seit drei Jahren, im ersten Quartal 2009 hatte er 3,5 Prozent betragen.
Für das gesamte Jahr rechnet ISTAT mit einem Rückgang von 1,3 Prozent. Das ist knapp mehr als die 1,2 Prozent, die die Regierung von Ministerpräsident Mario Monti prognostiziert hatte.
Die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone schrumpft nun schon seit drei Quartalen in Folge.
Nach den Prognosen von Istat wird sich Italiens Wirtschaft erst in der zweiten Jahreshälfte wieder erholen.
Manche Experten befürchten bereits, dass Italien nach Spanien zum nächsten Ziel der Finanzmärkte werden und internationale Hilfe benötigen könnte.
Staatsanwaltschaft prüft Schlecker-Pleite: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft die Schlecker-Pleite auf mögliche Straftatbestände. Es gebe Vorprüfungen, ob ein Ermittlungsverfahren wegen Bankrotts, Betrugs oder Insolvenzverschleppung eingeleitet wird, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dapd. Eventuell könne es in Insolvenzfällen auch zu Untreue kommen. Untersucht werde beispielsweise, ob die Zahlungsunfähigkeit zu spät angezeigt wurde oder ob die Pflichten zur Buchführung nicht erfüllt wurden.
Anton Schlecker führte die Drogeriemarktkette als eingetragener Kaufmann. Die Insolvenzverschleppung kann laut Behördensprecherin nicht bei Einzelpersonen greifen, wohl aber bei den als GmbH firmierenden Töchtern Ihr Platz und Schlecker XL.
Wird heute der Apple-Fernseher enthüllt? Mit der Vorstellung von Neuerungen aus dem eigenen Konzern dürfte Apple-Chef Tim Cook aller Voraussicht nach am Montag die jährliche Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco eröffnen. Erwartet wird unter anderem die Präsentation der neuen Software „iOS 6“ für das iPhone, aber möglicherweise auch neue Hardware für Macs.
Das größte Rätsel aber bleiben die Ambitionen Apples in Sachen Fernsehen. So hatte der verstorbene Unternehmensgründer Steve Jobs einem Biografen Walter Isaacson erzählt, er wolle das Fernsehen erneuern. Seitdem ranken sich zahlreiche Spekulationen um die Pläne des Unternehmens.
Ein Analyst glaubt sogar, Konzernchef Tim Cook könnte in San Francisco (ab 19.00 Uhr MESZ) den Apple-Fernseher enthüllen, über den schon so lange spekuliert wird.
Es wird die erste WWDC nach dem Tod des legendären Apple-Gründers Jobs im vergangenen Herbst sein.
Android legt weiter zu: Das Google-Betriebssystem Android nimmt weiter Fahrt auf! Derzeit würden täglich 900 000 Geräte mit der Software aktiviert, teilte Google-Manager Andy Rubin per Twitter mit. Der Chef der Android-Abteilung schlüsselte die Zahl aber nicht nach Smartphones und Tablet-Computern auf. Noch vor knapp einem Jahr gingen pro Tag 500 000 Geräte mit dem Google-System ans Netz.
Damit liegt Android weiter deutlich vor Apple: Der Rivale verkaufte im vergangenen Quartal mehr als 35 Millionen iPhones und fast 12 Millionen iPads, das entspricht zusammen etwa 516 000 Geräten pro Tag. Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Gartner vom Mai hält Android im Smartphone-Markt einen Anteil von 56,1 Prozent, die iOS-Geräte von Apple liegen bei 22,3 Prozent.
Deutschland macht weniger Schulden: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird einem Zeitungsbericht zufolge im laufenden Jahr weniger neue Schulden machen müssen als bisher angenommen.
Im Nachtragshaushalt, den der Bundestag am Donnerstag verabschiede, werde nur noch ein Defizit von rund 31 Milliarden Euro veranschlagt, berichtete die Tageszeitung „Die Welt” unter Berufung auf Koalitionskreise. Die geringere Neuverschuldung sei aufgrund höherer Steuereinnahmen möglich. Im Entwurf, den Schäuble im März präsentiert hatte, war noch ein Defizit von knapp 35 Milliarden Euro vorgesehen. Der Nachtragshaushalt war nötig geworden, weil Deutschland im laufenden Jahr noch 8,7 Milliarden Euro in den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM einzahlt.
Gläubiger fordern 83 Millionen Euro von Müller-Brot: Gut zwei Monate nach Beginn des Insolvenzverfahrens bei der Großbäckerei Müller-Brot haben mehr als1200 Gläubiger ihre Forderungen angemeldet. Insgesamt seien bislang Ansprüche in Höhe von 83 Millionen Euro eingegangen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Hubert Ampferl. Er bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Jeder Einzelfall müsse geprüft werden, betonte der Sprecher. Derzeit seien Gläubiger-Forderungen in Höhe von 45 Millionen Euro berechtigt. Bis zur abschließenden Klärung könne es aber zwei Jahre dauern.
VW zeigt Interesse an Lkw-Bauer Navistar: Der Autobauer Volkswagen hat einem Bericht zufolge Interesse am US-Lastwagen-Bauer Navistar. VW prüfe einen Einstieg bei dem Unternehmen, allerdings seien die Überlegungen noch in einer sehr frühen Phase, berichtete die „Financial Times Deutschland”. Anlass ist demnach, dass die wichtige US-Marke zuletzt hinter ihren Konkurrenten zurückgefallen und der Preis der Aktie des Unternehmens sich halbiert hat. Das würde eine Übernahme vergleichsweise günstig machen.
Euro-Kurs profitiert von Spaniens Hilfegesuch: Der Euro hat zu Wochenbeginn spürbar von dem Hilfsangebot an das große Sorgenkind Spanien profitiert. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2640 US-Dollar und damit eineinhalb Cent mehr als am Freitagabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7911 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag noch deutlich niedriger auf 1,2468 (Donnerstag: 1,2595) Dollar festgesetzt.
Kurssprung am Ölmarkt: Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt deutlich von dem Hilfsangebot an das Euroland Spanien profitiert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Auslieferung kostete am Montagmorgen 101,49 US-Dollar. Das waren 2,02 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 1,99 Dollar auf 86,09 Dollar.
Handwerks-Umsatz steigt: Das deutsche Handwerk bleibt auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2012 stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Zugleich waren Ende März 2012 deutschlandweit 0,4 Prozent mehr Handwerker beschäftigt als Ende März 2011.
Bahn weitet Email-Alarm bei Verspätungen aus: Die Deutsche Bahn baut ihren Email-Service bei Verspätungen oder Störungen aus. Unabhängig von einer Ticketbuchung kann sich ab heute jeder Interessierte per Email über Verspätungen und Störungen ausgewählter Bahnverbindungen informieren lassen. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung über das Internet mit Hinterlegung der Emailadresse. Bislang galt dieses Angebot nur für Bahnkunden, die online ein Ticket gekauft hatten. Der Alarm funktioniert automatisch ab zwei Stunden vor der planmäßigen Abreise bei Verspätungen von mindestens 10 Minuten. Dazu werden Verbindungsalternativen angezeigt, bei Verschlechterung der Verkehrslage wird eine zwei Mail gesendet.
Börsen-Hoffnung nach Spanien-Hilfen: Nach der spanischen Entscheidung, zur Rettung seiner maroden Banken EU-Finanzhilfen zu beantragen, sind am Montag an den Börsen die Kurse für Aktien und den Euro gestiegen. Der Nikkei-Index in Tokio legte um 1,9 Prozent auf 8.622,58 Punkte zu, in Seoul kletterte der Leitindex Kospi 1,6 und in Hongkong der Hang Sen 2 Prozent nach oben. Auch die Leitindices in Singapur, Taiwan, China, Indonesien und Neuseeland notierten fester. Der Euro stieg von 1,2507 Dollar am Freitag in New York auf 1,2629 Dollar und in Tokio von 99,50 auf 100,49 Yen.