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..:: Deficiente-Forum - Internacional ::.. => Deutsch => Noticias Internacionais => Nachrichten => Tópico iniciado por: RoterTeufel em 08/04/2012, 08:49

Título: Jugendamt quartierte Lenas Mörder in Familienhotel ein
Enviado por: RoterTeufel em 08/04/2012, 08:49
Vom Stiefvater verstossen
Jugendamt quartierte Lenas Mörder in Familienhotel ein


Emden - Der junge Mann mit dem blassen Gesicht und dem dunklen Pullover war kein gewöhnlicher Gast. Zusammen mit einer Frau, die sich als seine Betreuerin vorstellte, tauchte David H. im November 2011 in einem Hotel nahe der Innenstadt von Emden auf. Er wünschte ein günstiges Zimmer in ruhiger Lage.

Ein knappes halbes Jahr später logiert David H. nicht mehr im Hotel, sondern in einer Gefängniszelle in Vechta.

Er ist der mutmaßliche Mörder der kleinen Lena, 11, aus Emden (Niedersachsen). Der 18-Jährige soll das Mädchen vor zwei Wochen vergewaltigt und erstochen haben.

Seit der Festnahme von H. kommen immer mehr Behörden-Pannen ans Licht.

Schon vor zwei Jahren hatte ihn sein Stiefvater wegen dem Missbrauch eines 7-jährigen Mädchens angezeigt. Und als sich H. im November 2011 selbst wegen seiner pädophilen Neigungen anzeigte, blieben die Behörden untätig.

Und jetzt das: Kaum hatte David H. eine zweimonatige Therapie wegen seiner pädophilen Neigungen beendet, quartierte das Jugendamt den späteren Gewalttäter ausgerechnet in einem Familienhotel ein.

Nach dem Aufenthalt in der Psychiatrie sollte H. nicht wieder zu seiner Mutter ziehen. Also wohnte er zwei Monate in einem Zimmer für 59 Euro die Nacht, später in einem Appartement im selben Hotel. Die Rechnungen bezahlte die Nachbar-Gemeinde von Emden, in der David H. gewohnt hatte.

Hotel-Managerin Anja H. sagt BILD am SONNTAG: „Bei uns wohnen viele Familien mit Kindern. Dass ein tickendes Pulverfass bei uns untergebracht wurde, ist ein Schock.“ Und: „Niemand informierte uns darüber, dass er ein Gast mit pädophilen Neigungen ist.“

Eine Woche nachdem H. im Hotel eingecheckt hatte, überfiel er am 24. November eine Joggerin. Die Tat wurde damals nicht mit ihm in Verbindung gebracht, weil er bei seiner Selbstanzeige nicht erkennungsdienstlich behandelt wurde.

Nach BILD-am-SONNTAG-Informationen hat David H. im Verhör ausgesagt, er könne sich an den Überfall auf die Joggerin nicht erinnern.

Dass er die kleine Lena ermordete, hat er jedoch gestanden. Den Beamten sagte er ganz lapidar: „Ja, ich hab die umgebracht.“