Happy Blechday
Dosenpfand wird 10 Jahre alt
BILD.de zieht Bilanz: Was hat die Gebühr tatsächlich gebracht?
Happy Birthday, Dosenpfand!
10 Jahre ist es her, da boxte die rot-grüne Bundesregierung die Gebühr rund um das Blechbehältnis trotz heftigen Widerstandes durch. Positiver Effekt: Heute sind leere Dosen aus dem Straßenbild nahezu verschwunden.
BILD.de zieht Bilanz: Was hat das Dosenpfand gebracht?
RÜCKBLICK
Grölende Punks ziehen mit Einkaufswagen durch Westerland auf Sylt, sie schmeißen ihre leeren Bierdosen auf die Flaniermeile. Die Band Illegal 2001 singt „Dosenbier macht schlau”. Und Züge der Deutschen Bahn werden auf dem Weg zum Bundesligaspiel mit Hunderten Büchsen zugemüllt. Die Bierdose wird zum Symbol der Wegwerfgesellschaft – bis SPD und Grüne zu Spielverderbern werden.
Das damalige Problem: 2002 lag die Mehrwegquote bei 60 Prozent, gesetzlich vorgeschrieben waren aber 72 Prozent. Um die Quote zu steigern, beschloss die rot-grüne Bundesregierung am 20. März nach zweijährigem Gezerre ein Dosenpfand.
Es war neben dem Atomausstieg eine der umstrittensten Regierungsreformen jener Jahre.
Ab 2003 wurde damit auf alle Einwegverpackungen mit Bier, Cola und Limonade ein Pfand von 25 bis 50 Cent fällig, je nach Größe.