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..:: Deficiente-Forum - Internacional ::.. => Deutsch => Noticias Internacionais => Nachrichten => Tópico iniciado por: RoterTeufel em 27/04/2012, 18:26
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+++ Wirtschaftsticker +++
Milliardenverlust für Bankenrettungsfonds Soffin
Samsung meldet Rekordgewinn ++ Boeing vor Milliardenauftrag ++ BASF verdient weniger
TOPMELDUNG – Soffin mit Milliardenverlust: Die Griechenland-Umschuldung hat ein tiefes Loch in die Bilanz des Bankenrettungsfonds Soffin gerissen. Der Fonds schloss das Jahr 2011 mit einem Verlust von 13,1 Milliarden Euro ab, wie die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) als Soffin-Verwalter in Frankfurt mitteilte. Das Minus resultiere im Wesentlichen aus der Umschuldung Griechenlands: Vor allem die Bad Bank der Hypo Real Estate (HRE) musste Milliarden abschreiben, weshalb der Soffin seine Rückstellungen kräftig erhöhte. Im Vorjahr hatte den Rettungsfonds einen Fehlbetrag von 4,8 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Bund hatte den Rettungsfonds während der Finanz- und Wirtschaftskrise zur Stabilisierung der Märkte errichtet. Er haftet mit Steuergeld für Risiken, die sich realisieren könnten.
Italien muss höhere Zinsen zahlen: Nach der Herabstufung Spaniens gerät auch Italien bei seiner Refinanzierung wieder stärker unter Druck. Das Land musste am Freitag bei der Platzierung von Staatsanleihen Investoren so hohe Zinsen zahlen wie seit Januar nicht mehr. Italien sammelte 5,95 Milliarden Euro ein, geplant waren 3,75 bis 6,25 Milliarden Euro. Für zehnjährige Papiere stieg die Durchschnittsrendite auf 5,84 Prozent. Die Rendite der Papiere mit Laufzeit bis 2017 stieg auf 4,86 Prozent
Kauflaune in Deutschland trübt sich ein: Die Rekordpreise an den Tankstellen trüben zum zweiten Mal in Folge die Verbraucherstimmung in Deutschland. Die hohen Energiekosten verschlechterten die Einkommenserwartungen der Bürger, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK mit. Zudem führten steigende Inflationsängste dazu, dass die Kauflaune nachlässt. Der Konsumklimaindex für Mai sank deshalb nach revidiert 5,8 Punkten im April auf 5,6 Punkte. Die GfK betonte jedoch, dass die Bürger zunehmend überzeugt seien, dass in Deutschland eine Rezession verhindert werden könne.
Dax reduziert anfängliche Verluste: Nach seiner dreitägigen Erholungsserie haben die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Freitagmorgen zunächst Verluste verbucht, sind dann binnen der ersten Handelsstunde aber größtenteils ins Plus gedreht. Die Stimmung war anfangs unter anderem belastet durch die Abstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch Standard & Poor's. Der deutsche Leitindex Dax stand zuletzt noch einem halben Prozent im Minus bei 6706 Punkten. Der MDAX rückte gezogen von guten Continental-Zahlen um 0,35 Prozent auf 10 799 Punkte vor, und auch der TecDax kletterte um 0,31 Prozent auf 789 Punkte.
Bierabsatz stagniert: Der Bierdurst der Deutschen ist in den ersten drei Monaten des Jahres konstant geblieben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, setzten die deutschen Brauereien im ersten Quartal 2012 insgesamt rund 20,8 Millionen Hektoliter Bier ab. Das entspricht dem Absatz im Vorjahreszeitraum. Biermixgetränke erfreuen sich dagegen weiter steigender Beliebtheit. Sie machten im ersten Quartal 2012 mit 0,8 Millionen Hektolitern 3,8 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Das sind 24,3 Prozent mehr als im Auftaktquartal 2011.
Bonität von Fiat herabgestuft: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat dieBonität des italienischen Autobauers Fiat herabgestuft. Das Fiat-Rating fiel von BB auf BB-, wie Standard & Poor's am Freitag mitteilte. Grund seien die Überkapazitäten in den europäischenAutowerken allgemein und die mangelnde Auslastung der Fiat-Werke im Speziellen.
Großaktionär Müller will Macht bei Douglas ausbauen: Großaktionär Erwin Müller will seine Macht beim Handelskonzern Douglas weiter ausbauen. Müller wolle in den nächsten zwölf Monaten weitere Stimmrechte erlangen, teilte Douglas mit. Der Großaktionär habe den Konzern von entsprechenden Plänen berichtet. Der Drogerieketten-Eigner Müller pirscht sich schon seit längerem an Douglas heran und hält ein größeres Aktienpaket. Über seine konkreten Ziele hat sich Müller jedoch bislang ausgeschwiegen.
Schwacher Handel belastet Ergebnis der Deutschen Börse: Der verhaltene Handel an den Finanzmärkten und die Kosten für die gescheiterte Fusion mit der New Yorker Börse haben der Deutschen Börse das erste Quartal verdorben. Unter dem Strich verringerte sich der Gewinn um 31 Prozent auf 146,2 Millionen Euro, wie der Marktbetreiber mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Deutsche Börse noch das beste Quartalsergebnis seit 2008 erzielt.
Arbeitslosigkeit in Spanien auf Rekordhoch gestiegen: In Spanien ist die Arbeitslosenquote im April auf den höchsten Stand seit 18 Jahren gestiegen. In der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone schnellte die Quote von 22,9 Prozent imVormonat auf 24,44 Prozent nach oben, wie die spanische Statistikbehörde INE am Freitag in Madrid mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 23,80 Prozent gerechnet. Das unter der Schuldenkrise leidende Land hat die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone.
Samsung meldet Rekordgewinn: Im Rennen um die Vorherrschaft am Mobilfunkmarkt hat der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics eine weitere Hürde genommen. Dank reißender Nachfrage nach seinen Galaxy-Smartphones verwies Samsung den bislang weltgrößten Handy-Hersteller Nokia und den US-Konzern Apple mit dessen iPhone auf die Plätze und erzielte einen Rekordgewinn. Das südkoreanische Unternehmen meldete für das erste Quartal einen Gewinn von 5,05 Billionen Won (3,37 Milliarden Euro) nach 2,78 Billionen Won im Vorjahreszeitraum. Der Verkauf stieg um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Boeing vor Milliardenauftrag: Boeing winkt offenbar ein Milliardenauftrag aus China. Die Fluggesellschaft China Eastern Airlines steht Kreisen zufolge kurz vor der Bestellung von bis zu 20 Flugzeugen vom Typ 777 im Wert von sechs Milliarden Dollar, wie mehrere Insider sagten. Zudem rücke China Eastern von der Order von 15 Airbus-Maschinen im Wert von drei Milliarden Dollar ab. Der Deal wurde im vergangenen Oktober bekanntgegeben. Boeing, Airbus und China Eastern wollten sich auf Anfrage nicht äußern. In diesem Jahr legten chinesische Fluggesellschaften bereits mehrere milliardenschwere Bestellungen bei Airbus auf Eis. Hintergrund ist der erbitterte Streit um die Einführung einer Klimaschutz-Abgabe in der EU.
BASF verdient weniger: Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im Auftaktquartal 2012 aufgrund höherer Rohstoffkosten weniger verdient als noch vor einem Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Sondereffekten ist um 7,3 Prozent auf 2,532 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte BASF in Mannheim mit. Damit übertraf das Dax-Unternehmen dennoch die Schätzungen der Analysten. Unter dem Strich blieben nach 2,411 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum 1,724 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte von Januar bis März um 6,3 Prozent auf 20,590 Milliarden Euro. Zum Zuwachs trug vor allem die Öl- und Gassparte bei.
Keine Abfindungen bei Schlecker: Der Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker wird den gekündigten Mitarbeitern in Güteverhandlungen keine Abfindungen mehr anbieten. „Darauf haben wir uns am Donnerstag geeinigt”, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di, Bernhard Franke, den „Stuttgarter Nachrichten”. Die Gewerkschaft hatte sich darüber beschwert, dass nur Mitarbeitern, die geklagt hatten, eine Abfindung angeboten wurde. Zuvor hatte die Insolvenzverwaltung Beschäftigten vor Gericht zwischen 500 und 1000 Euro als Abfindung vorgeschlagen. Von den 9.500 ehemaligen Schlecker-Beschäftigten wehren sich nach Information der Zeitung mindestens 3800 juristisch gegen ihre Kündigung.
Tokio tendiert leichter: Die Börse in Tokio hat am Freitagvormittag im Vorfeld einer Sitzung der japanischen Zentralbank leichter tendiert. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte ein Minus von 10,71 Punkten oder 0,11 Prozent beim Zwischenstand von 9551,12 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte bis dahin um 1,97 Punkte oder 0,24 Prozent auf den Stand von 808,13 Zählern ein.