Orkan-Alarm in Deutschland!
Unwetterwarnungen für viele Regionen +++ Alle Infos im Liveticker +++ Windgeschwindigkeit bis 120 km/h +++ Wetterdienst: „Heftige Böen, rasend schnell“ +++ Windstärke 11 im Norden und Sturmflut erwartet +++ Feuerwehren im Dauereinsatz
Berlin – Der erste Sturm des Jahres wütet mit voller Wucht über Deutschland!
Tief Burglind fegt zur Stunde zum Teil mit Windböen in Orkanstärke über viele Regionen hinweg. Umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer sorgen vielerorts für Chaos.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor umherfliegenden Gegenständen und umstürzenden Bäumen.
DWD-Meteorologe Robert Hausen: „Die Böden sind durch den Regen der vergangenen Tage durchnässt, Bäume kippen leichter um.“ Vor allem in Wäldern solle man sich am Mittwoch lieber nicht aufhalten, in einigen Regionen generell lieber zu Hause bleiben.
Laut DWD könne es noch bis in die Nacht zum Donnerstag gefährliche Sturmböen geben.
Unwetterwarnung für viele Regionen
Für Teile Westdeutschlands (Schwarzwald, Pfalz, Südhessen, Mainfranken) und das Alpenvorland wurden am Mittwoch Unwetterwarnungen ausgesprochen. In diesen Regionen sollen Anwohner Türen und Fenster geschlossen halten und Gegenstände im Freien gesichert werden.
Man sollte Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten.
Laut DWD komme der Sturm „rasend schnell“ und sei auch verhältnismäßig rasch vorbei. Hausen: „Es gibt kurze, heftige Böen.“
Durch Windböen umgestürzte Bäume sorgen immer wieder für Beeinträchtigungen auf den Schienen. Die Deutsche Bahn hat regional mehrere Strecken im Fernverkehr gesperrt. So stellte die Bahn am Mittwoch den Betrieb auf den Strecken von Köln nach Bonn, Aachen, Koblenz und Niederlahnstein sowie von Aachen nach Krefeld und von Kaiserslautern nach Ludwigshafen ein, wie das Unternehmen mitteilte.
Es sei noch nicht absehbar, wann die Verbindungen wieder voll befahrbar seien. Auch im Regionalbahnverkehr gab es eine Reihe von Streckensperrungen.
Bundesweit stünden etwa an mehreren Standorten Reparaturtrupps und -fahrzeuge bereit, um Sturmschäden an Oberleitungen zu beseitigen.
Verkehrschaos im Westen und Süden Deutschlands
Laut den Kölner Verkehrsbetrieben leidet der Verkehr unter Unwetterschäden im gesamten Stadtgebiet. Polizei und Feuerwehr registrierten Tausende Notrufe und waren im Dauereinsatz. Die Polizei rückte zu mehr als 250 Einsätzen aus, zeitweise fuhren in der Domstadt nur noch wenige Straßenbahnen, im Ruhrgebiet standen Straßen unter Wasser.
Auch die Schiffe auf dem Rhein bekommen Probleme. Auch aus Stuttgart wurden Behinderungen im Personen-Nahverkehr gemeldet.
Auf der A 1 bei Hagen (NRW) fuhr ein Bier-Laster aus einem Tunnel, als eine Windböe sein komplettes Dach abriss, die Seitenwände schlugen auf. Zwei Fahrstreifen mussten gesperrt werden, Autos stauten sich kilometerlang.
Laut DWD zieht die Kaltfront in Richtung südliches Hessen, Baden-Württemberg und Bayern weiter. An der Nordseeküste könne es orkanartige Böen bis Stärke 11 geben. Vor Ort wird eine Sturmflut erwartet.
Bild Zeitung