Drama in Köln
Professor beim Joggen von Straßenbahn getötet
Rüdiger Bormann (60) entzog Karl-Theodor zu Guttenberg 2011 den Doktortitel
Köln – Schreckliches Drama um den Präsidenten der Universität Bayreuth: Rüdiger Bormann (60) wurde beim Joggen von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt!
Der Physiker war seit 1. April 2009 Präsident der Uni Bayreuth. Bormann hatte sich 2011 bundesweit einen Namen gemacht, als die Uni dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) den Doktortitel entzog.
Sonntagnachmittag joggte Bormann in Begleitung einer Frau (47) die Kölner Rheinpromenade entlang. Gegen 15 Uhr überquerte er – offenbar bei Rotlicht – die Schienen der Kölner Stadtbahn.
Der Uni-Präsident wurde von einem aus Richtung Innenstadt kommenden Zug erfasst und zur Seite geschleudert!
Dabei wurde Bormann so stark verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Seine Begleiterin, der Fahrer der Bahn und zwei Fahrgäste erlitten einen Schock.
Angeblich hielt sich der Professor privat in Köln auf. „Wir sind sehr traurig über den Verlust. Er wird in unserem Team, das durch großes gegenseitiges Vertrauen geprägt ist, sehr fehlen”, erklärte Markus Zanner, der Kanzler der Universität Bayreuth.
Rüdiger Bormann wurde im Juli 2008 zum Präsidenten der Uni Bayreuth gewählt, 2009 trat er das Amt an. In der Causa Guttenberg bescheinigte die Universität Bormann durch „sachorientiertes und auf Transparenz bedachtes Management” überzeugt zu haben.
Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) erklärte, mit Bormann verliere nicht nur die Universität Bayreuth, sondern ganz Bayern „einen dynamischen und hoch geschätzten Universitätspräsidenten”. Dieser habe viel für die Weiterentwicklung der Universität und den oberfränkischen Hochschulraum geleistet. Über den plötzlichen Unfalltod Bormanns sei er tief erschüttert.