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Autor Tópico: „Plötzlich machte mein Herz schlapp“  (Lida 416 vezes)

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Offline RoterTeufel

„Plötzlich machte mein Herz schlapp“
« em: 25/09/2018, 17:49 »
 
Herzinsuffizienz
„Plötzlich machte mein Herz schlapp“

Es ist ein Freitag, 12.37 Uhr, als mein Telefon klingelt: „Herr Eisenlauer, hier ist Ihre Arzt-Praxis, wir haben Ihre Röntgen-Befunde.“ Und plötzlich ist das, was ich (und auch drei Ärzte) seit Monaten für die Bronchitis hielt, eine Herzschwäche.

Nicht die Lunge, nein, das Herz sorgte dafür, dass ich ständig hustete und nachts vor Atemnot kaum schlafen konnte. Am Telefon mit meinem Arzt weiß ich das alles noch nicht. Wie gelähmt sage ich nur „Selbstverständlich“, als er mich gleich Montagmorgen in seine Praxis zitiert.

Zu groß ist der Schock. Ich bin 46 Jahre alt und war bisher nie ernsthaft krank. Ich lebte bisher in der festen Überzeugung, unzerstörbar zu sein. Jetzt machte ausgerechnet mein Herz schlapp.

Nächste Station: Kardiologe. Der sagt mir mit ernster Stimme: „Herr Eisenlauer, Sie sind schwer krank!“, bevor er mir eine Batterie Medikamente verschreibt: Betablocker, ACE-Hemmer, Entwässerungsmittel. Wenn ich die nehme, habe ich das Bedürfnis, mich zu übergeben.

Später beobachte ich, wie ich einfach am Tisch sitzend einnicke und schleppe mich keuchend die Treppen hinauf, um zu schlafen. Doch schon nach 20 Minuten wache ich mit dem panischen Gefühl zu ersticken wieder auf. Wassereinlagerungen in meiner Lunge sorgen dafür, dass ich nur noch aufrecht sitzend genügend Luft bekomme.

Ein paar Tage später werde ich ins Hamburger Uni-Klinikum Eppendorf eingewiesen. An der Tür zur Station steht „Failed Heart Unit“ (deutsch etwa: Abteilung für gescheiterte Herzen). Erst lächle ich wegen des etwas pathetischen Titels, dann dämmert mir: Ich fürchte, ich bin hier richtig.

Die im Krankenhaus vorgenommenen Untersuchungen vom Ultraschall bis MRT bringen die Ursache meiner Herzinsuffizienz nicht an den Tag. Am Ende heißt die Diagnose Dilatative Kardiomyopathie (DCM) – das Herz pumpt einfach nicht richtig. Googelt man DCM, findet man schnell den folgenden Satz: „Innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Diagnose versterben 85 bis 90 Prozent der Patienten.“ Keine schönen Aussichten!

Inzwischen sind seit meinem Krankenhausaufenthalt fast fünf Monate vergangen. Mein Körper hat sich an die Medikamente gewöhnt, die Wassereinlagerungen in Beinen, Bauch und Lunge sind verschwunden, ich habe 30 Kilogramm abgenommen. Aus ehemals noch 24 Prozent Herzleistung sind wieder knapp 35 geworden.

Ein, zwei Jahre wird es wohl noch dauern, bis ich weiß, ob mein Herz wieder vollständig ausheilen wird. Falls nicht, erzähle ich Ihnen hier in ein paar Jahren, wie meine Herztransplantation gelaufen ist.

Bild Zeitung
 

 



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