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Autor Tópico: „Stehe jeden Tag zehn Stunden am Herd“  (Lida 207 vezes)

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Offline RoterTeufel

„Stehe jeden Tag zehn Stunden am Herd“
« em: 03/02/2013, 15:57 »
 
„Stehe jeden Tag zehn Stunden am Herd“

Stuttgart – Günstig übernehmen, zum Florieren bringen, mit Gewinn verkaufen – Wilhelm Ramminger tat ein Leben nichts anderes. Er ist kein Finanzinvestor, sondern Koch, bis heute. In seinen Lokalen traten spätere Schlagerstars wie Peter Maffay oder Freddy Breck auf. Am heutigen Sonntag wird Ramminger 80.

Herr Ramminger, Sie sollen der älteste Koch Deutschlands sein.
Ich habe beim Gaststättenverband recherchiert, meine Tochter zusätzlich im Internet. Es gibt keinen Wirt, der in dem Alter selber kocht.

Warum steht einer mit fast 80 Jahren immer noch in der Küche.
Nicht schaffen kann ich nicht. Zu arbeiten ist für mich seit meiner Kindheit selbstverständlich.

Und noch immer das volle Pensum?
Ich stehe jeden Tag zehn Stunden am Herd. Im Monat hau ich circa 1800 Essen raus.

Zu viel wird es Ihnen nie?
Ich arbeite, weil ich gesund bleiben will. Vor ein paar Jahren bin ich mal am Herd umgekippt. Mit einem Kissen unter dem Kopf und kaltem Wasser im Gesicht bin ich nach ein paar Minuten wieder zu mir gekommen. Nach einem Schlaganfall war mal mein Fuß lahm, ich habe noch am selben Tag weitergekocht.

Das kann doch nicht sein, dass Sie ­wirklich nichts umwirft?
Ich mache jeden Morgen 120 Kniebeugen, laufe zwischen 10 und 20 Kilometer mit dem Hund, und montags, wenn wir Ruhetag ­haben, gehe ich ins Mineralbad Berg. Aber Sie haben recht, ein bissle Glück gehört auch dazu.

Das Arbeiten liegt Ihrer Familie im Blut, das Kochen auch?
Meine Mutter hatte seit Anfang 1947 im Behördenhaus an der Stuttgarter Heidehofstraße die Kantine. Sie konnte in zwei Stunden für 120 Leute Spätzle schaben.

Bei Ihrer Mutter haben Sie eine Ausbildung zum Koch gemacht?
Dort hab ich’s gelernt. Eine abgeschlossene Ausbildung habe ich nicht. Ich hätte gerne Gesang studiert, aber mein Vater wollte, dass ich was rechtes lerne und Beamter werde, aus seiner Sicht damals verständlich. Auf meine Lehre zum Verwaltungsfachmann folgte eine zweite Ausbildung zum Großhandelskaufmann.

Wie wurden Sie dann Gastronom?
In den 50er Jahren war ich erst Obst- und Gemüsehändler. Das Restaurant am Stuttgarter Fernsehturm war eines meiner Kunden, das ging über meinen Bruder Karl, der dort Kellner war. In einem Winter habe ich mal 700 Zentner Kartoffeln geliefert. Mein erstes eigenes Lokal war dann der Eldorado-Club in Feuerbach im September 1958.
 

 



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