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..:: Deficiente-Forum - Internacional ::.. => Deutsch => Noticias Internacionais => Nachrichten => Tópico iniciado por: RoterTeufel em 29/03/2012, 20:09

Título: Total ratlos im Kampf gegen das Gasleck
Enviado por: RoterTeufel em 29/03/2012, 20:09
Energiekonzern schickt 2 Löschschiffe zur Plattform
Total ratlos im Kampf gegen das Gasleck



++ Es strömt weiter Gas aus ++ Leck soll sich 4000 Meter unter dem Meeresboden befinden ++ Schottischer Umweltminister fordert „maximale Transparenz“ ++

Weiter strömt gefährliches Gas in die Nordsee. Die Explosionsgefahr ist groß. Die Gefahr einer Umweltkatastrophe wächst.

Aberdeen (Schottland) – Auch Tage nach Bekanntwerden eines Lecks an der Förderplattform „Elgin“ des französischen Energiekonzerns Total in der Nordsee vor Schottland ist eine Lösung nicht in Sicht.

Total ist total ratlos im Kampf gegen das Gasleck.

Am Mittwoch gelang es dem Konzern endlich, das Leck zu lokalisieren. Es soll 4000 Meter unter dem Meeresgrund liegen, an einer vor einem Jahr außer Betrieb genommenen Gasbohrung.

Doch wie kann man das Leck schließen?

Einen konkreten Plan gibt es bislang noch nicht.

Bis alle Informationen gesammelt sind, sollten mehrere Lösungswege parallel vorangetrieben werden, sagte der Sicherheitschef für die britischen Total-Unternehmungen, David Hainsworth.

Darüber beraten derzeit Experten aus allen Konzernbereichen: Wie können wir die Lage in den Griff bekommen?

Sollte die Quelle nicht versiegen, könnte das Bohrloch mit schwerem Schlamm vollgepresst werden, heißt es. Experten nennen das einen „Kill“. Sicherer wäre eine Entlastungsbohrung, die allerdings bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen kann.

Geht man schon vom Ernstfall aus?

Für den Fall einer Explosion der Plattform wurden an der Nacht zwei Lösch-Schiffe vorsorglich an die Sperrzone rund um die Plattform gebracht.

Sie befinden sich laut Total in einem Sicherheitsabstand von 3,7 Kilometern von der Plattform entfernt. Insgesamt sind nun vier Schiffe im Notfall „bereit, einzugreifen“. Eines der Schiffe ist mit einem Unterwasser-Roboter ausgestattet, der mit einer Kamera das Leck an der Plattform untersuchen soll.

Umweltschützer gehen davon aus, dass das austretende Gasgemisch giftige Schwefelverbindungen enthält. Der Total-Konzern dementierte dies.

„Wir können mit Sicherheit ausschließen, dass sich in dem Gas giftige Substanzen befinden“, so eine Total-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Bei dem Gas handele sich um eine entflammbare, potenziell explosive Kohlenwasserstoffverbindung.

Dagegen gehen Umweltexperten davon aus, dass es auch hochgiftige Schwefelverbindungen enthält. „Schwefelwasserstoff tötet alles Leben ab“, sagte Peter Lutter von der Umweltschutzorganisation WWF.

Bisher seien rund 20 Tonnen Gas ausgetreten, teilte das Unternehmen mit.

Sorge bereitet Experten auch die brennende Gasfackel auf der verlassenen Plattform.

Die Plattformarbeiter hatten beim Verlassen der Insel am Sonntag angeblich bewusst eine Flamme brennen lassen, mit der Gas abgefackelt wird. Die Flamme stelle derzeit keine Gefahr dar, beteuert Total. Die Gaswolke auf dem Meer würden vom Westwind in die entgegengesetzte – östliche – Richtung getrieben.

Der schottische Umweltminister Richard Lochhead fordert „maximale Transparenz“ von Total und der Regierung in London. 1988 war es fast an gleicher Stelle bei der Explosion der Plattform Piper Alpha zur Katastrophe gekommen – 167 Arbeiter starben.