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..:: Deficiente-Forum - Internacional ::.. => Deutsch => Noticias Internacionais => Sport => Tópico iniciado por: RoterTeufel em 13/12/2017, 17:11

Título: Becker über Djokovic, Zverev und eine Herzensangelegenheit
Enviado por: RoterTeufel em 13/12/2017, 17:11
Becker über Djokovic, Zverev und eine Herzensangelegenheit

Boris Becker will um ein „großes Tennisturnier“ in Deutschland kämpfen. „Es gibt einige Lizenzen auf dem Markt. Am Ende ist es eine Frage des Preises“, sagte der 50-Jährige dem Fachblatt „tennisMagazin“: „Ich denke, dass Hamburg künftig wieder eine größere Rolle spielen kann.“

Die Entscheidung, die Lizenz für das Traditionsturnier am Hamburger Rothenbaum ab 2019 an die österreichische Agentur Matchmaker zu vergeben, befürwortet der neue Head of Men's Tennis im DTB. Matchmaker könnte auch den Standort wechseln. Bislang hatte seit 2009 Michael Stich die Verantwortung für die German Open in der Hansestadt getragen.

Becker sprach in dem Interview auch über seinen ehemaligen Schützling Novak Djokovic. Becker trainierte den Serben von 2013 bis 2016, heute wird Djokovic von Ex-Profi Andre Agassi gecoacht. Becker: „Ich könnte mir vorstellen, dass er im stillen Kämmerlein schon gedacht hat: ’Die Zeit mit Becker war doch ziemlich gut.’ Andererseits ist Agassi ist ein sehr guter Mann. In Melbourne wird man schon eine engere Zusammenarbeit sehen. Hat Agassi Potenzial als Trainer? Ja. War er die Nummer eins? Ja. Ist er Grand Slam-Sieger? Ja. Hat er den Charakter, Djokovic die Wahrheit zu sagen? Ja. Ist er finanziell abhängig? Nein. Das sind gute Faktoren für einen Trainer, um mit einem Superstar zu arbeiten.“

Über Deutschlands Top-Spieler Alexander Zverev sagt Becker: „Von den 96 Top-100-Profis, die auf Nadal & Co. folgen, ist er der Spieler, der den größten Schritt gemacht hat. Er hat zwei Masters-Turniere gewonnen, Federer ein paar Mal geschlagen. Das spricht für sich. Zverev ist der beste Spieler hinter den Big 4 Nadal, Federer, Djokovic und Murray. (...) Ich glaube, er selbst weiß heute noch nicht, welches sein bester Belag ist. Das ist aber sehr wichtig. Er weiß noch nicht, wo seine größte Stärke liegt. Ich habe von Zverev als ungeschliffenem Diamanten gesprochen. Er ist noch sehr ungeschliffen.“

Als Head of Men's Tennis im DTB versuche Becker nun, „den deutschen Nachwuchsspielern aber auch den Coaches meine Meinung vom internationalen Tennis näher zu bringen. Die 18-, 19-jährigen Talente sollen hautnah erleben, wie ich mir einen Trainingstag vorstelle, wo meine Prioritäten liegen. Es geht darum, meine Sicht der Dinge über zwei, drei Tage weiterzugeben.“

Becker erledigt seine Aufgabe ehrenamtlich: „Wenn der DTB mich pro Tag zahlen müsste, ginge das nicht. Deswegen habe ich gesagt: ’Also Leute, ich weiß nicht, ob ich dieses Jahr 30 Tage im Einsatz bin oder 50 oder 35 oder 20. Es wird am Ende so viel sein wie nötig. Da will ich unabhängig von einem Budget entscheiden dürfen. Ich sehe keinen Grund, warum man das anders machen sollte. Ich tue einiges für Geld, diesen Job nicht. Es ist eine Herzensangelegenheit.“