Rooney: Darum ist Mkhitaryan bei United gescheitert
England-Star spricht auch über Ex-Kollege Cristiano Ronaldo
Henrikh Mkhitaryan ist bei Manchester United gescheitert, weil er nicht genug Freiheiten hatte, um seine Leistung abzurufen – das behauptet zumindest England-Ikone Wayne Rooney.
Der 32-Jährige, der aktuell beim FC Everton spielt, war zu Gast bei „Sky“. Im englischen TV sprach er nicht nur über den ehemaligen BVB-Spieler. Er erinnerte sich auch an seine Zeit bei den „Red Devils“ und erzählte, wie es ist, mit Cristiano Ronaldo auf dem Platz zu stehen.
„Ich denke, Mkhitaryan ist nun am richtigen Ort“, so Rooney über den Armenier, der vor gut einer Woche von ManUnited zum FC Arsenal gewechselt ist. „Ich habe letzte Saison im Training gesehen, wie talentiert er ist. Aber bei Manchester United hatte er keine Freiheiten. Er wollte dort genauso spielen wie bei Borussia Dortmund.“ Unter José Mourinho und ob der großen Konkurrenz im offensiven Mittelfeld hat das aber nicht funktioniert.
Ganz anders wird es ihm in London ergehen, ist sich Rooney sicher: „Bei Arsenal wird er Spieler um sich haben, die ihm den Ball auch mal abnehmen. Ich bin überzeugt, er wird Tore vorbereiten und schießen und richtig durchstarten.“
Im Tausch für Micki war im Winter Alexis Sanchez von den „Gunners“ zu United gewechselt. Auch für den Chilenen war der Transfer laut Rooney der richtige Schritt. „Meiner Ansicht nach ist Sanchez der perfekte Spieler für United.“ Rooneys Begründung: „Er hat Aggression, Leidenschaft, Hingabe. Und du kannst sehen, dass er ein Gewinner ist.“
Rooney muss wissen, wer zu den „Red Devils“ passt und wer nicht. Schließlich stand er selbst jahrelang bei dem Verein unter Vertrag. Von 2004 bis 2017 ging Rooney für ManUnited auf Torejagd. Bis 2009 an seiner Seite: Cristiano Ronaldo. Dem heutigen Superstar (33) von Real Madrid gelang in Manchester unter dem damaligen Trainer Sir Alex Ferguson der Durchbruch.
Rooney erinnert sich an das Zusammenspiel mit dem Portugiesen. Meist ebenfalls auf dem Feld war Carlos Tevez (34). „Wir hatten da einen guten Kompromiss: Tevez und ich haben zwar sehr viel mehr Defensiv-Arbeit geleistet als Cristiano. Aber in den großen Spielen war Ronaldo immer der entscheidende Mann.“
Im Jahr 2008 gewann ManUnited vier Titel: Der Verein wurde englischer Meister, holte den englischen Supercup, gewann die Champions League und die Fifa-Klub-WM. Rooney: „Mit jedem anderen Spieler hätten wir das sicherlich nicht geschafft. Aber Ronaldo war so gut. Er hat alles hinbekommen.“
Einem Cristiano Ronaldo würde man sich gerne unterordnen, so Rooney. Persönliche Ziele, wie Tor-Rekorde zu jagen, haben da eben keinen Platz. „Wenn man die Anzahl der Tore betrachtet, hat Ronaldo natürlich mehr gemacht als ich. Aber es ist auch klar, dass du, wenn du mit Ronaldo auf dem Platz stehst, ihm nicht das streitig machst, was er am besten kann. Und das ist nunmal Tore zu schießen.“
Sport Bild