Polizei geht gegen Chaoten vor
Razzia bei Köln-Hooligans
Jetzt geht es der „Wilden Horde“ an den Kragen!
Bei Mitgliedern der Kölner Ultra-Fangruppierung, die unter Verdacht steht, am 5. März einen Gladbacher Fanbus überfallen zu haben, wurden am Donnerstagmorgen Hausdurchsuchungen durchgeführt. Auch im Vereinsheim des Fanclubs suchten die Ermittler nach Beweismitteln.
Insgesamt wurden acht mutmaßliche Mitglieder des Klubs zu einer polizeilichen Befragung mit auf das Polizeipräsidium genommen. Darunter auch der mutmaßliche Haupttäter Christian H. und ein zweiter Hauptverdächtiger.
Zur Zeit werden die gesammelten Beweisstücke ausgewertet.
Schon nach dem Überfall vor knapp zwei Wochen hatte die Polizei auf der Autobahn Beweisstücke (u.a. Steine, die auf den Bus geworfen worden waren) gesammelt.
Rückblick: Nach dem 23. Bundesliga-Spieltag hatten mehrere Köln-Hooligans mit Autos einen Gladbacher Fan-Bus von der Autobahn gedrängt und anschließend mit Steinen beworfen. Dass die Attacke von den Hooligans im Vorfeld lange geplant war, zeigt dass die Wurfgeschosse rot-weiß (in den Köln-Farben) angemalt waren!
Das Protokoll des unglaublichen Angriffs vom 5. März: Gladbach hatte am Nachmittag in Nürnberg verloren (0:1), Köln in Hoffenheim gepunktet (1:1). Der Gladbacher Fan-Bus machte auf der Heimfahrt einen Stopp bei einer McDonalds-Filiale in Montabaur an der A3.
FC-Hooligans, die in Privatautos von der Auswärtsfahrt in Hoffenheim kamen, wurden auf die Gruppe aufmerksam. Etwa acht Autos ließen sich zurückfallen, verfolgten den Bus etwa 70 Kilometer auf der A3 Richtung Bonn.
Kurz vor der Autobahn-Raststätte Siegburg-Ost dann das Unfassbare: Die Wagen bremsten den Bus in einem lebensgefährlichen Manöver aus, zwangen ihn zur Abfahrt auf die Raststätte. Die vermummten Täter stiegen aus, bewarfen den Bus mit Steinen.
Sachschaden am Bus: 25 000 Euro. Die Polizei konnte nach dem Übergriff anschließend einen Klein-Bus mit Kölner Fans stoppen und die Personalien der Insassen feststellen.