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Autor Tópico: Foxconn Unmenschliche Zustände bei Apple-Zulieferer  (Lida 416 vezes)

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Foxconn Unmenschliche Zustände bei Apple-Zulieferer

Zu lange Arbeitszeiten, zu wenig Geld, viele Zwischenfälle, Selbstmorde.

Eine unabhängige Inspektion bescheinigt Apples größtem Produktionspartner Foxconn in China massive Missstände bei den Arbeitsbedingungen.

Die von Apple selbst eingefädelten Untersuchungen haben zahlreiche Rechtsverstöße aufgedeckt. Die Fair Labor Association (FLA) berichtete, dass zu lange Arbeitszeiten und mangelhafte Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen aufgefallen seien. In den chinesischen Werken werden unter anderem iPhones und iPad-Tablets produziert.

ÜBER 60 WOCHENARBEITSSTUNDEN

Die FLA untersuchte drei Foxconn-Fabriken und befragte über 35 000 Arbeiter. In allen drei sei die FLA-Obergrenze von 60 Arbeitsstunden pro Woche überschritten worden, ebenso wie die in China maximal erlaubte 40-Stunden-Arbeitswoche plus bis zu 36 Überstunden im Monat.

Mehr noch: In heißen Produktionsphasen habe sogar die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit pro Kopf über 60 Stunden gelegen. Foxconn hat zugesagt, die Arbeitszeiten bis Juli 2013 auf die gesetzlichen Vorgaben zu bringen.

Problem: Viele der 1,2 Millionen Foxconn-Beschäftigten wollen länger arbeiten, um mehr Geld zu verdienen. Foxconn versprach deshalb, die entgangenen Arbeitsstunden auszugleichen. Zudem sollen erheblich mehr Mitarbeiter eingestellt werden, außerdem würden zusätzliche Wohn- und Kantinenkapazitäten aufgebaut.

Apple war Anfang des Jahres als erstes Unternehmen der Elektronikbranche der FLA beigetreten, die unabhängige Inspektionen von Fabriken vornimmt. Die Arbeitsbedingungen bei Foxconn waren immer wieder scharf kritisiert worden.

Fast zwei Drittel der Foxconn-Arbeiter (64 Prozent) sagten in der FLA-Umfrage, sie könnten mit dem Gehalt nicht ihre Grundbedürfnisse bezahlen. Dabei gelten die Einkommen bei Foxconn bereits als überdurchschnittlich für China, was die Jobs sehr begehrt macht. Die FLA werde die Lebenshaltungskosten in den Städten Shenzhen und Chengdu untersuchen, um zu prüfen, ob die Gehälter ausreichend seien.

Außerdem, erklärte die Organisation, sei die Vergütung von ungeplanten Überstunden teilweise unfair geregelt, weil nur abgeschlossene 30-Minuten-Blöcke vergütet würden. Wer nach diesen Bestimmungen 28 Minuten arbeite, bekomme gar keine Überstunden bezahlt, bei 58 Minuten gebe es nur zusätzliches Geld für eine halbe Stunde.

FOXCONN GELOBT BESSERUNG

Mehr als 43 Prozent der Befragten erklärten, dass sie Zwischenfälle selbst erlebt oder beobachtet hätten. In dieser Zahl wurde alles mögliche von Handverletzungen bis hin zu Unfällen mit Fabrikfahrzeugen zusammengefasst. Bei Foxconn seien bisher nur Zwischenfälle registriert worden, die zu einer Unterbrechung der Produktion führten.

Das werde sich ab sofort ändern: Jetzt soll jede Verletzung notiert werden. Zugleich bescheinigte die FLA Foxconn Fortschritte bei der Prävention von Aluminiumstaub-Explosionen.

Im vergangenen Jahr waren bei zwei solcher Detonationen in der iPad-Produktion 4 Menschen getötet und 77 verletzt worden.

Vor allem in den USA wurde zuletzt angesichts des Apple-Geldbergs von rund 100 Milliarden Dollar heftig über die „menschlichen Kosten“ von iPhone und iPad diskutiert. Apple-Chef Tim Cook hatte diese Woche auf seiner China-Reise auch ein iPhone-Werk von Foxconn besucht. Cook kennt die Fabriken gut: Er war lange für das Tagesgeschäft zuständig und hatte auch die Zuliefererkette neu aufgebaut.

Neben Apple gehören auch bekannte Anbieter wie Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Sony und Toshiba zu den Foxconn-Kunden.
 

 



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