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Gesetz gegen Internet-Abzocke
Amazon-Aktie auf Rekord-Kurs ++ Bahn bildet Schlecker-Frauen aus
Wirtschaftsticker
Heute
Gesetz gegen Internet-Abzocke
Die Bundesregierung will Verbraucher bei Geschäften im Internet und am Telefon besser schützen.
Ein Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sehe etwa vor, dass Gewinnspielverträge, die am Telefon geschlossen werden, künftig erst wirksam würden, wenn sie per Fax oder per E-Mail bestätigt werden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung” (SZ). Zudem sollen Verbraucher demnach besser vor zweifelhaften Methoden von Inkassofirmen geschützt werden, die Forderungen eintrieben, die gar nicht erhoben werden dürften.
Aus dem Entwurf geht nach „SZ”-Angaben weiter hervor, dass großflächige Abmahnaktionen eingedämmt werden sollen. Dabei gehe es etwa um Anwälte, die im Zusammenhang mit Urheberrechtsverletzungen im Internet im großen Stil Abmahnungen verschickten.
11.36 Uhr
Fusion von UPS und TNT geplatzt
Die milliardenschwere Fusion der Logistikkonzerne UPS und TNT Express ist geplatzt. Die EU-Wettbewerbshüter haben ihr Veto dagegen eingelegt, wie die EU-Kommission mitteilte.
11.29 Uhr
Deutsche trinken weniger heimisches Bier
Die Deutschen trinken immer weniger heimisches Bier.
Die deutschen Brauereien und Bierlager setzten im Inland im vergangenen Jahr 81,0 Millionen Hektoliter Bier ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Dies seien 2,1 Prozent weniger als 2011. Den Angaben zufolge geht der inländische Bierabsatz seit 2007 immer weiter zurück. Zum Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen machte das Statistikamt noch keine Angaben, da dazu noch Zahlen zur Menge des importierten Biers fehlten.
11.22 Uhr
Griechen verkaufen ihren Schmuck
Die schwere Finanzkrise hat zum Aufblühen der Pfandhäuser in Griechenland geführt.
Wie das griechische Finanzministerium mitteilte, hat sich deren Zahl seit 2010 verneunfacht. Damals gab es 81 Pfandleiher, heute seien es 750, hieß es.
„Sie schießen aus dem Boden. Die Menschen verscheuern ihren Schmuck”, sagte Nikos Syllas, Besitzer eines alten Pfandhauses in der Athener Innenstadt. Dies habe er noch nie erlebt. Nur in Kriegszeiten hatte es sowas gegeben, hieß es.
11.20 Uhr
Wieder Wachstum im ersten Quartal
Die deutsche Wirtschaft wird laut Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu Jahresbeginn wieder wachsen.
Die Experten erwarten im ersten Quartal eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das DIW mitteilte.
Im Schlussvierteljahr 2012 war die Wirtschaftsleistung nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 0,5 Prozent gesunken.
10.30 Uhr
Banken wollen Baufinanzierung erschweren
Die Banken in Deutschland wollen den Zugang zu Baudarlehen erschweren.
„Für das erste Quartal 2013 beabsichtigen die befragten Institute, die Kreditstandards in der privaten Baufinanzierung deutlich zu verschärfen”, teilte die Bundesbank zu ihrer Umfrage unter den Geldhäusern mit.
Bereits Ende 2012 hätten sie risikoreichere Wohnungsbaukredite verteuert, wenn auch nur moderat.
10.29 Uhr
Schlappe für Apple
Apple kann im Patentstreit mit Samsung in den USA nicht mehr mit einer höheren Entschädigungszahlung rechnen.
Der US-Konzern scheiterte vor einem Gericht im kalifornischen San Jose mit einem Antrag auf Aufstockung der im August zugesprochene Summe von rund einer Milliarde Dollar.
Richterin Lucy Koh befand, dass Samsung nicht „vorsätzlich” gegen einige Apple-Patente verstoßen habe. Bei einem Erfolg von Apple hätte dem südkoreanischen Konkurrenten im schlimmsten Fall eine Verdreifachung Schadensersatzes gedroht. Zugleich wies das Gericht Anträge der beiden Erzrivalen zurück, ein neues Verfahren wegen Patent-Streitigkeiten einzuleiten.
10.28 Uhr
Deutsche finden Chef-Gehälter zu hoch
Die meisten Deutschen halten Manager für zu hoch bezahlt.
In einer Umfrage für den „Stern” sagten drei von vier Bürgern (74 Prozent), die Firmen-Bosse verdienten zu viel, wie das Magazin mitteilte.
Nur 21 Prozent hätten die Vergütung als angemessen eingeschätzt. 58 Prozent forderten, die Managergehälter gesetzlich zu begrenzen, 39 Prozent lehnten hier Eingriffe des Gesetzgebers ab.
09.49 Uhr
Spanien rutscht tiefer in die Rezession
Im Euro-Krisenland Spanien hat sich die Rezession Ende 2012 überraschend deutlich verschärft. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 Prozent zum Vorquartal geschrumpft, teilte das nationale Statistik-Institut INE mit.
Dies ist der mit Abstand stärkste Rückgang der spanischen Wirtschaftsleistung seit Beginn der Rezession Mitte 2011.
Seitdem ist das spanische BIP sechs Quartale in Folge geschrumpft.
09.28 Uhr
Dax tritt auf der Stelle
Der Dax ist auf seinem Rekordniveau zunächst weiter auf der Stelle getreten.
In den ersten Minuten ging es für den deutschen Leitindex um 0,08 Prozent vor auf 7854 Punkte - rund 17 Punkte unter seinem Fünfjahreshoch vom Montag. Er bleibt in Lauerstellung auf die runde Marke von 8000 Punkten.
Der MDax sank derweil am Morgen um 0,09 Prozent auf 12 685 Punkte, während sich der TecDax von seinem schwachen Vortag um 0,26 Prozent auf 877 Punkte erholte.
09.27 Uhr
Tarifverdienste steigen kräftig
Die tariflichen Monatsverdienste von Arbeitnehmern in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.
Der durchschnittliche Anstieg habe 2,7 Prozent betragen und sei damit deutlich höher ausgefallen als in den beiden Vorjahren, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Als Grund für diese Entwicklung nannten die Statistiker die vergleichsweise hohen Neuabschlüsse im Jahr 2012 sowie deutliche Tarifsteigerungen, die Gewerkschaften und Arbeitgeber bereits in den Vorjahren vereinbart hätten.
Die Ergebnisse aus den Jahren 2010 und 2011 hätten dagegen zum Teil noch auf Verträgen beruht, die mitten in der Wirtschaftskrise verhandelt worden waren. Diese hätten entsprechend niedrige Tarifsteigerungen vorgesehen.
09.06 Uhr
Euro bei 1,35 Dollar
Der Euro hat erstmals seit fast 14 Monaten die Marke von 1,35 US-Dollar erreicht. Vor geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank am Abend und wichtigen Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag habe der Handel mit der Gemeinschaftswährung am Morgen erneut an Schwung gewonnen, hieß es von Händlern.
Im frühen Handel erreichte der Euro in der Spitze 1,3500 Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3433 (Montag: 1,3444) Dollar festgesetzt.
08.16 Uhr
Nullrunde bei der Deutschen Bank
Die außertariflich bezahlten Mitarbeiter der Deutschen Bank müssen einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr auf die sonst übliche Gehaltssteigerung verzichten. Das betrifft allein in Deutschland 25.000 Beschäftigte, die Hälfte aller Mitarbeiter am Heimatsitz der Bank, wie die „Süddeutsche Zeitung” berichtet. „Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon jemals eine Nullrunde gegeben hat”, zitierte das Blatt einen Arbeitnehmervertreter. Die Belegschaft solle in Kürze darüber informiert werden. Dass die Gehaltsrunde demnach ausfällt, lässt Rückschlüsse auf die Höhe der Boni zu. „Die Töpfe hängen zusammen. Wenn es schon keine Gehaltssteigerung gibt, braucht man sich bei den Boni nicht viel erwarten”, sagte der Arbeitnehmervertreter. Am Donnerstagnachmittag - an diesem Tag legt das Finanzinstitut auch seine Zahlen vor - wolle sich die Konzernspitze den Fragen der Belegschaft stellen. Die Bank wollte zu den Informationen keine Stellung nehmen.
07.22 Uhr
Nikkei-Index an Tokios Börse über 11 000 Punkte
Die Börse in Tokio hat am Mittwoch in Folge positiver Vorgaben der Wall Street kräftige Gewinne verbucht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte durchbrach die psychologisch wichtige Marke von 11 000 Punkten und schloss auf dem höchsten Stand seit 33 Monaten. Zum Handelsende notierte der Nikkei-Index einen Aufschlag von 247,23 Punkten oder 2,28 Prozent und ging beim Stand von 11 113,95 Punkten aus dem Markt. Auch der breit gefasste Topix legte stark um 13,91 Punkte oder 1,51 Prozent auf 934,67 Zähler zu.
06.17 Uhr
Amazon sorgt für Kursfeuerwerk an der Börse
Der weltgrößte Online-Händler Amazon.com hat mit einem Gewinnsprung ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Die Aktie schoss am Dienstag nach Vorlage der Quartalsbilanz um elf Prozent nach oben auf einen Rekordwert von 288 Dollar. Im vierten Quartal kletterte der Betriebsgewinn des eBay -Rivalen im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent auf 405 Millionen Dollar. Dank des wichtigen Weihnachtsgeschäft stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 21,27 Milliarden Dollar.
Amazon wuchs vor allem in renditestarken Geschäftsfeldern wie dem Handel mit E-Books. Nach den Worten von Konzern-Chef Jeff Bezos zog das Geschäft mit dem Reader Kindle im vergangenen Jahr um 70 Prozent an. Das klassische Buchgeschäft wuchs dagegen nur um fünf Prozent. „Das ist der Übergang, den wir erwartet haben”, sagte Bezos.
06.17 Uhr
Bahn bildet Ex-Schlecker-Frauen aus
Die Deutsche Bahn qualifiziert in einem Pilotprojekt frühere Schlecker-Beschäftigte für die Arbeit im Stellwerk. Bislang hätten 14 ehemalige Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriekette eine Ausbildung zur Fahrdienstleiterin oder Weichenwärterin begonnen, sagte der Konzernbevollmächtige für das Land NRW, Reiner Latsch. „Eines der wichtigsten Ziele ist, dass wir im Jahr 2020 zu den Top 10 Arbeitgebern in Deutschland gehören wollen”, begründete er die Initiative. Das Unternehmen habe vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung Nachholbedarf.
06.17 Uhr
Tokio-Börse tendiert fest
Die Börse in Tokio hat am Mittwochvormittag in Folge positiver Vorgaben der Wall Street deutlich zugelegt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte einen Aufschlag von 124,05 Punkten oder 1,14 Prozent beim Zwischenstand von 10 990,77 Punkten. Der breit gefasste Topix legte bis dahin um 7,99 Punkte oder 0,87 Prozent auf den Stand von 928,75 Zählern zu.