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Autor Tópico: Müssen wir bald bis 70 arbeiten?  (Lida 359 vezes)

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Offline RoterTeufel

Müssen wir bald bis 70 arbeiten?
« em: 27/07/2012, 16:52 »
 
Experten rechnen schon
Müssen wir bald bis 70 arbeiten?


Noch steuern die Deutschen erst auf die Rente mit 67 zu, da müssen sich die Jüngeren von heute wohl schon auf einen noch späteren Renteneintritt gefasst machen, womöglich auf die Rente mit 70.

Grund: Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird bis zum Jahr 2029 zwar schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Doch die durchschnittliche Lebenserwartung steigt nach Angaben des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in diesem Zeitraum in „etwa in gleichem Maße“.

So erfreulich das ist, für das Rentensystem hat das finanziell eine Kehrseite.

So schreibt das BiB: „Die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre reduziert die Dauer des Rentenbezugs nur für kurze Zeit .“

Das heißt im Klartext: Der Anstieg der Lebenserwartung kostet die Rentenkasse das Geld, das durch die Verlängerung der Lebensarbeitszeit eingespart werden soll.

Bisher gilt: Wer 1946 geboren wurde, konnte 2011 noch im Alter von 65 in Rente gehen, Wer Jahrgang 1947 ist, muss bereits einen Monat länger arbeiten. Und wer 1964 oder später geboren wurde, der wird erst mit 67 in Rente gehen können.

WEITERE REFORMEN NOTWENDIG?

Die Zeitung „Die Welt“ zitiert den BiB-Forscher Stephan Kühntopf: „Man kann aus den Berechnungen ableiten, dass die Rente mit 67 nur ein Zwischenschritt ist und es weiteren Reformbedarf geben wird."

Prof. Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) sieht das ebenso: Die Rente mit 70 sei längst „keine Drohkulisse“ mehr, sondern „die faire Beteiligung der künftigen Rentnergenerationen“ an der Stabilisierung der Umlagerente.

Hüther hatte bereits vor zwei Jahren erklärt: „Wenn wir uns die höhere Lebenserwartung und die abnehmende Geburtenrate anschauen, wird die Rente mit 70 perspektivisch kommen müssen.“

STEIGENDE LEBENSERWARTUNG

Wer deshalb aufschreit und die Aussicht auf eine längere Lebensarbeitszeit beklagt, sollte aber eine zweite Entwicklung auch im Auge haben: die Deutschen beziehen dank der steigenden Lebenserwartung immer länger Rente.

Eine Rechnung: Wer 1960 in Rente ging, bezog im Durchschnitt noch etwa 9,9 Jahre lang Rente. 1990 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer schon bei etwa 15,4 Jahren. Wer als Mann 2011 mit 65 in Rente ging, kann laut BiB im Schnitt noch mit einer Rentenbezugsdauer von 18,8 Jahren rechnen, Frauen dank höherer Lebenserwartung sogar mit 22,2 Jahren.

Heißt laut BiB: „Wegen der gestiegenen Lebenserwartung hat keine Generation zuvor so lange Renten bezogen wie die jetzige.“ Und das kostet auch mehr Geld.

GIBT ES GENUG ARBEIT FÜR ÄLTERE?

Viele Menschen haben Angst vor längerer Lebensarbeitszeit, weil sie fürchten, im höheren Erwerbs-Alter keine Arbeit mehr zu haben oder zu finden.

Momentan seien die Erwerbschancen für Ältere „noch immer unterdurchschnittlich", sagt Ingo Nürnberger, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Deshalb handele es sich schon bei der Rente mit 67 nach wie vor „faktisch um eine Rentenkürzung", zitierte ihn die WELT.

Allerdings wird die Rente mit 67 erst im Jahr 2029 wirklich Realität sein.

Fast alle Experten sind sich zudem sicher, dass die Arbeitsmarktchancen der Älteren in den kommenden Jahren erheblich besser werden, zumal der Nachwuchs zunehmend fehlt und die Wirtschaft schon heute über Fachkräftemangel stöhnt.

Manche Betriebe holen bereits ihre Rentner zurück. Und die Anzahl der älteren Erwerbstätigen nimmt nachweislich zu.

Laut IW waren im Jahr 2000 noch 370 000 Personen über 65 Jahre auf dem Arbeitsmarkt aktiv. Zehn Jahre später betrug die Zahl schon mehr als 660 000.

Vor allem Selbstständige denken laut IW seltener ans Aufhören: Sie stellen rund die Hälfte der 65plus-Erwerbstätigen.
 

 



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