Belgische Arbeiter stürmen Werk
Randale bei Ford in Köln
Autoreifen und Knallkörper werden angezündet
Brennende Autoreifen, zertrümmerte Fensterscheiben und aggressive Demonstranten: Explosive Ausschreitungen auf dem Firmengelände des US-Autokonzerns in Köln.
Belgische Ford-Arbeiter haben das Autowerk regelrecht gestürmt. Die Lage scheint zu eskalieren, berichtet der Kölner „Express". Demnach soll es schon mehrere Verletzte geben. Laut Polizei-Angaben wurde jedoch niemand verletzt.
Rund 100 belgische Mitarbeiter des vor der Schließung stehenden Werks in Genk hätten zunächst den Eingang blockiert. Nach Polizei-Angaben zündeten sie einen Reifenstapel an.
Etwa 20 bis 40 Vermummte seien dann auf das Firmengelände gerannt und hätten Fensterscheiben eingeworfen und Knallkörper gezündet.
Als die Polizei mit starkem Aufgebot anrückte, sei es zu einer kleinen Rangelei zwischen Arbeitern und Polizisten gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstration sei nicht angemeldet gewesen. Insgesamt hätten sich ungefähr 100 bis 200 Arbeiter vor dem Werk eingefunden.
Für Mittwoch und Donnerstag waren nach Angaben der Polizei internationale Betriebsratssitzungen der Ford-Mitarbeiter in Köln geplant.
Das Ford-Werk in Genk soll Ende 2014 schließen, 4500 Mitarbeiter zittern um ihre Jobs.
Hinzu kommen rund 5000 Arbeitsplätze, die von dem Ford-Werk abhängen. Der belgische Ministerpräsident Elio Di Rupo hatte von einem „Drama” gesprochen.