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Autor Tópico: Versicherung will Frühchen-Transport nach Deutschland nicht bezahlen  (Lida 349 vezes)

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Offline RoterTeufel

 
Versicherung will Frühchen-Transport nach Deutschland nicht bezahlen
Bitte, lasst mich mein Baby nach Hause holen


Erika Strehl, 25, bekam im Mallorca-Urlaub ihr Baby. Drei Monate zu früh. Hier hält sie es zum ersten Mal im Arm

Dieses winzige Gesicht, diese kleinen Finger. Behutsam streichelt Erika Strehl ihre neugeborene Tochter. So zerbrechlich und zart liegt das Baby auf ihrer Brust, gerade einmal 950 Gramm schwer und 36 Zentimeter groß.

Es ist das erste Mal, dass die 25-Jährige den Herzschlag ihres kleinen Mädchens direkt spüren kann; bis gestern durfte sie die drei Wochen alte Chayenne nur durch ein Loch in der Scheibe des Brutkastens berühren. Drei Monate war das winzige Baby zu früh zur Welt gekommen und liegt seitdem auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Palma de Mallorca.

„Ich bin gerade sehr glücklich; endlich mal ein schöner Moment“, sagt Erika Strehl. Und endlich mal Ruhe von all den Sorgen.

Denn seit Chayenne auf der Welt ist, bangt die junge Mutter nicht nur um die Gesundheit ihres Frühchens, die deutsche Urlauberin muss sich auch fragen: Wie komme ich mit dem Neugeborenen überhaupt wieder zurück nach Hause?

Denn bisher will die Reisekrankenversicherung nicht für die Kosten des Rücktransports des Frühchens in Höhe von rund 12?000 Euro aufkommen. Die Familie steht vor einem finanziellen Desaster.

Ein Blick zurück: Es ist die dritte Septemberwoche, als Erika Strehl und ihr Mann Vadim, 38, aus Mayen (Rheinland-Pfalz) nach Mallorca fliegen, Söhnchen Leon, 2, bleibt bei den Großeltern. „Wir waren noch nie richtig im Urlaub, wollten noch einmal ausspannen, bevor das zweite Kind kommt“, sagt die junge Frau.

Erika Strehl ist in der 27. Schwangerschaftswoche, ihr Frauenarzt hat nichts gegen die Reise einzuwenden. Doch in der dritten Urlaubsnacht bekommt die Schwangere plötzlich Blutungen, die Wehen setzen ein.

Das Ehepaar rast in die Klinik, dort kommt Töchterchen Chayenne auf die Welt. Während Neugeborene im Schnitt etwa 3300 Gramm wiegen, bringt Chayenne nur 860 Gramm auf die Waage. Das Kind kommt auf die Intensivstation, muss künstlich beatmet werden. Ärzte stellen später leichte Hirnblutungen fest, außerdem muss das Mädchens bereits eine Woche nach der Geburt wegen eines Darmdurchbruchs operiert werden. „Chayennes Zustand ist kritisch, aber sie kämpft. Ich hoffe, dass sie bald transportfähig ist und wir nach Hause können.“

Zu Hause warten Mann Vadim und Sohn Leon. Beide können nicht nach Mallorca kommen, für die teuren Flüge fehlt der Familie das Geld. „Ich habe große Angst, dass wir jetzt auch noch für den Rücktransport von Chayenne aufkommen müssen. Das würde uns finanziell ruinieren“, sagt die Mutter.

Das Frühchen müsste im Brustkasten in einer Spezialmaschine nach Deutschland geflogen werden, um es nicht dem wechselnden Luftdruck eines Charterfliegers auszusetzen. Die Kostenübernahme für diesen Einsatz hat die Reisekrankenversicherung bisher abgelehnt.

„Das kann nicht sein, deshalb verhandeln wir gerade mit der Versicherung“, sagt Inka Orth, Vorsitzende des Vereins „Bunter Kreis“, der Familien mit schwer kranken Kindern unterstützt.

In vier Wochen, so schätzen die Ärzte, könnte Chayenne in ein deutsches Krankenhaus verlegt werden. Erika Strehl: „Dann wären wir endlich als Familie zusammen.“
 

 



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