+++ Wirtschaftsticker +++
Wieder fast 10 Prozent runter! Facebook-Aktie im freien Fall
Lufthansa-Caterin könnte fast 1000 Stellen streichen +++ Asien-Börsen deutlich im Minus
TOPMELDUNG – Facebook-Aktie im freien Fall: Die Aktie des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook ist am Dienstag an der New Yorker Börse um bis zu zehn Prozent eingebrochen. Die Papiere fielen im Verlauf auf 28,65 Dollar je Titel, um mit 28,84 Dollar – minus 9,6 Prozent – zu schließen. Damit lag die Aktie deutlich unter dem Ausgangskurs von 38 Dollar am 18. Mai. Analysten sprachen davon, dass dieser Kurs als zu hoch gesehen werde. Zudem gebe es anhaltende Zweifel am Geschäftsmodell des Unternehmens.
Euro-Kurs fällt: Der Kurs des Euro ist am Mittwoch im frühen Handel auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Der Kurs der Gemeinschaftswährung war zeitweise bis auf 1,2458 US-Dollar gesunken und wurde zuletzt mit 1,2470 Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,8021 Euro wert. Im frühen asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise über der Marke von 1,25 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,2523 (Montag: 1,2566) Dollar festgesetzt.
Lufthansa-Caterer könnte fast 1000 Stellen streichen: Bei der Catering-Tochter der Lufthansa droht ein massiver Stellenabbau! Entscheidungen seien zwar bisher nicht gefallen, sagte eine Konzernsprecherin. Im Grundsatz bestätigte die Fluglinie aber einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, wonach die Streichung von 985 Stellen an zehn Standorten von LSG Sky Chefs in Deutschland erwogen werde. „Die genannten Zahlen basieren auf möglichen Worst-case-Szenarien an den unterschiedlichen Standorten”, sagte die Sprecherin. Dazu zählten bereits vorhandene Überkapazitäten sowie der mögliche Wegfall von Kundenaufträgen.
Die Zeitung berief sich auf einen Plan, den das Management der Arbeitnehmerseite vorgelegt habe. Allein in Frankfurt könnten demnach bis zu 600 Stellen wegfallen. Der Unternehmensleitung seien die Personalkosten in den Regionalgesellschaften zu hoch, sie fordere Lohnzugeständnisse der Arbeitnehmer.
Asien-Börsen deutlich im Minus: Die wichtigsten Börsen in Asien haben den Handel am Mittwoch deutlich im Minus begonnen. Der japanische Leitindex Nikkei verlor 1,0 Prozent auf 8.571,9 Punkte, der Hang Seng in Hongkong ging um 2,1 Prozent auf 18.642,37 Zähler zurück. In Südkorea lag der Kospi-Index 0,9 Prozent im Minus und notierte bei 1.833,09 Punkten. Auch in Singapur und Taiwan gingen die Kurse zunächst auf Talfahrt.
Neue Verluste für Blackberry: Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (Rim) leidet immer stärker unter dem Siegeszug von Apples iPhone und den Android-Smartphones. Der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins warnte, dass das Unternehmen im ersten Geschäftsquartal einen Verlust einfahren dürfte. „Unsere finanzielle Lage wird auch in den kommenden Quartalen herausfordernd bleiben.” Nachbörslich brach die gebeutelte Aktie um 12 Prozent ein. Bereits zuvor hatte RIM Geld mit den früher so begehrten multifunktionalen Handys verloren. Grund sind rückläufige Verkäufe und der Preisdruck, der auf den Blackberrys lastet. Selbst viele frühere Stammkunden aus der Unternehmenswelt greifen mittlerweile lieber zu einem Smartphone der Konkurrenz.